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24. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft

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08:00 - 09:30
Wissenschaftliche Sitzung: Leber I

Vorsitz: Thomas Becker, Kiel; Johann Pratschke, Berlin; Peter Schemmer, Heidelberg

08:00
V046

Internistische und chirurgische Herausforderungen des älteren Empfängers in der Lebertransplantation: internistische Seite

*Sven Pischke1
1 Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Medizinische Klinik I, Hamburg, Deutschland
Abstract-Text :

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08:12
V047

Internistische und chirurgische Herausforderungen des älteren Empfängers in der Lebertransplantation: chirurgische Seite

*Johann Pratschke1
1 Charité - Universitätsmedizin, Campus Virchow Klinikum, Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie, Berlin, Deutschland
Abstract-Text :

.



08:24

Diskussion

*Sven Pischke1, Johann Pratschke2
1 Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Medizinische Klinik I, Hamburg, Deutschland
2 Charité - Universitätsmedizin, Campus Virchow Klinikum, Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie, Berlin, Deutschland
Abstract-Text :

.



08:30
V048

Besondere internistische und chirurgische Herausforderungen in der pädiatrischen Lebertransplantation: internistische Seite

*Michael Melter1
1 Universitätsklinikum Regensburg, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Regensburg, Deutschland
Abstract-Text :

.



08:42
V049

Besondere internistische und chirurgische Herausforderungen in der pädiatrischen Lebertransplantation: chirurgische Seite

*Thomas Becker1
1 Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Allgemein- und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland
Abstract-Text :

.



08:54

Diskussion

*Michael Melter1, Thomas Becker2
1 Universitätsklinikum Regensburg, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Regensburg, Deutschland
2 Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Allgemein- und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland
Abstract-Text :

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09:00
V050

Lebertransplantation mit Spendern ≥ 80 Jahre – Auswertung der Eurotransplant Datenbank

*Sebastian Pratschke1, Florian Bösch1, Marieke van Rosmalen2, Joachim Andrassy1, Xavier Rogiers3, Undine Samuel2, Bruno Meiser4, Andreas Bender5, Helmut Küchenhoff5, Jens Werner1, Markus Guba1, Martin Angele1
1 Klinikum der Universität München, Klinik für Allgemeine-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, München, Deutschland
2 Eurotransplant, , Leiden, Niederlande
3 Universitair Ziekenhuis Gent, Transplantiecentrum, Gent, Belgien
4 Klinikum der Universität München, Transplantationszentrum, München, Deutschland
5 Universität München, Institut für Statistik, München, Deutschland
Abstract-Text :

Fragestellung:


Der demographische Wandel und der Organmangel führen zur zunehmenden Transplantation von Lebern hochbetagter Spender über 80 Jahre. Diese Untersuchung soll klären, ob der Anteil dieser Organe in den vergangenen Jahren zugenommen hat und ob diese ein mit jüngeren Organen vergleichbares Überleben aufweisen.


Methoden:


In einem Kooperationsprojekt mit Eurotransplant wurden alle Lebertransplantationen von 2000 bis 2014 erfasst (n=20639; Ausschlusskriterien: NHBD, Spender-/ Empfängeralter <16 Jahre). Untersucht wurde u.a. der Anteil der über 80-jährigen Spender pro Jahr. Das Organüberleben wurde mittels Kaplan-Meier Analyse (Alterskategorien: 16-60 Jahre, 60-80, ≥80 Jahre) sowie Multivariatanalyse untersucht.


Ergebnisse:


18075 Lebertransplantationen erfüllten die Einschlusskriterien. Darunter befanden sich 334 Lebern aus über 80-jährigen Spendern. Deren Anteil stieg von 0,1% (n=1) im Jahr 2000 auf 3,4% (n=45) im Jahr 2013. Das Spenderalter hatte keinen Einfluss auf das Organüberleben innerhalb der ersten 90 Tage nach Transplantation. Im Langzeitverlauf zeigte sich eine Reduktion des Überlebens alter (60-80 Jahre) und sehr alter (≥80 Jahre) Spenderorgane (Median in Tagen: 2811 (16-60 Jahre); 1989 (60-80 Jahre); 1179 (≥80 Jahre); p<0,05). Ein Spenderalter ≥80 Jahre war in der Multivariatanalyse eine unabhängige Variable für ein Organversagen (HR 1,790; p<0,001).


Schlussfolgerung:


Aufgrund der Organknappheit kann auf über 80-jährige Spender bei Lebertransplantation nicht verzichtet werden. Dennoch muss bei der Organallokation ein signifikant schlechteres Überleben dieser Organe berücksichtigt werden.  Eine Analyse spender- und empfängerseitiger Risikofaktoren ist erforderlich, um diese Lebern effizienter zu allozieren und potentiell deren Überleben zu verbessern.



09:10
V051

Haaranalyse auf Ethylglucoronide (ETG) im Rahmen der Evaluation zur Lebertransplantation - Erste Ergebnisse

*Brigitta Globke1, Martin Hastedt2, Christina Papachristou3, Volker Schmitz1, Johann Pratschke1, Andreas Pascher1
1 Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie, Berlin, Deutschland
2 Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Rechtsmedizin, Forensische Toxikologie, Berlin, Deutschland
3 Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik, Berlin, Deutschland
Abstract-Text :

Fragestellung


In den Richtlinien der Bundesärztekammer ist eine sechsmonatige Alkoholabstinenz vor Lebertransplantation bei ethyltoxischer Genese der Leberzirrhose vorgeschrieben. Der Nachweis dieser Alkoholabstinenz stellt eine große Herausforderung im Rahmen der Lebertransplantationsevaluation dar.


Methoden


Mittels Liquid Chromatography-Electrospray Ionization-Tandem Mass Spectrometry (LC-ESI-MS/MS) lässt sich ETG, ein nicht-oxidatives Nebenprodukt des Trinkalkohol Stoffwechsels im Haar bestimmen. Werte ≥ 7pg/mg sind erhöht, Werte ≥ 30pg/mg weisen auf einen chronisch exzessiven Alkoholmissbrauch hin. Wir analysierten die prospektiv gesammelten Haarproben, sowie klinische und anamnestische Daten von n=188 Patienten welche bei gesicherter (n=141) oder vermuteter Alkohol-induzierter Zirrhose, bzw. kryptogener Leberschädigung (n=47) zur Lebertransplantation evaluiert wurden.


Ergebnisse


23% (n=45) der Patienten zeigte über die Norm erhöhte ETG Werte. Bei bekannter C2 tox. Leberzirrhose wiesen 16% (n=23) der Patienten ETG Werte von chronisch exzessivem C2 Konsum auf, bei kryptogener Zirrhose, bzw. V.a. C2 Komponente waren dies 15% (n=7). In 12,5% (n=21) der Fälle deckte sich die anamnestische Angabe über eine mindestens 3 monatige C2 Abstinenz nicht mit dem Ergebnis der Haarprobe. 8,4% (n=13) der psychosomatisch evaluierten Patienten zeigten trotz positiver Einschätzung in der Haarprobe bestehenden C2 Abusus. Von den Patienten die professionelle Hilfe beim Entzug in Anspruch nahmen, wiesen 15% (n=4) eine positive Haarprobe auf, bei den Patienten die keine Hilfe in Anspruch nahmen waren dies 16,5% (n=25). Im Median waren unsere Patienten anamnestisch 11 Monate lang abstinent. Im Mittel war diese Angabe bei Patienten ohne ETG Nachweis signifikant höher (43Mo) als bei Patienten mit positivem ETG Nachweis (21Mo). Von n=14 Re-Proben bei fehlender Abstinenz waren im Verlauf 43% (n=6) negativ.


Schlussfolgerungen


Die Haaranalyse auf ETG kann und soll die psychosomatische Evaluation von Kandidaten zur Lebertransplantation nicht ersetzen. Erstmalig gibt es jedoch mit ihr einen objektiven Test zur Überprüfung des Alkoholkonsums, der eine sinnvolle Ergänzung darstellt und langfristig das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Transplantationszentrum stärken kann.



09:20
V068

Zelltransplantation humaner, hepatozyten-ähnlicher Zellen aus Nierenepithelzellen

*Vanessa Sauer1,2, Xia  Wang2, Krisztina  Tar2, Tatyana  Tchaikovskaya2, Yanfeng  Li2, Chandan  Guha3,4, Hartmut H.-J.  Schmidt1, Namita  Roy-Chowdhury2,3, Jayanta  Roy-Chowdhury2,3
1 Universitätsklinikum Münster, Klinik für Transplantationsmedizin, Münster, Deutschland
2 Albert Einstein College of Medicine, Department of Medicine, Liver Research Center, New York City, Vereinigte Staaten von Amerika
3 Albert Einstein College of Medicine, Department of Genetics, New York City, Vereinigte Staaten von Amerika
4 Albert Einstein College of Medicine, Department of Radiation Oncology, New York City, Vereinigte Staaten von Amerika
Abstract-Text :

Fragestellung Hepatozyten, die aus somatischen Zellen generiert werden, können bei der regenerativen Medizin von Nutzen sein. Das Ziel dieser Studie war die Reprogrammierung von humanen Nierenepithelzellen zu induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSC) mit anschließender hepatischer Differenzierung und Zelltransplantation. Methodik Frischer Urin (250-500ml) von gesunden Spendern wurde aufbereitet und die abzentrifugierten Zellen in der Zellkultur expandiert. Die kultivierten Nierenepithelzellen wurden zu iPSCs reprogrammiert und durch ein 3-Stufen-Protokoll hepatisch differenziert. Mittels molekularer Analysen und funktioneller Tests wurden die hepatozyten-ähnlichen Zellen (HLCs) charakterisiert. Eine Millionen HLCs wurden in die Milz einer Scid/PiZ Maus, die ein Krankheitsmodell des Alpha-1-Anti-Trypsin Mangels (A1ATD) darstellt, appliziert. Ergebnis Vier stabile Nierenepithelzellen konnten etabliert und zu iPSCs reprogrammiert werden. Am Tag 14 nach in vitro Differenzierung waren in der Durchflußzytometrie 86% und 29% der HLCs positiv für humanes Albumin bzw. ASGPR1. Die HLCs exprimierten zahlreiche leberspezifische mRNAs (u.a. APOA1, BSEP, FXR, GSTA1, SULT2A1) und zeigten die Fähigkeit zur Glykogen Speicherung, Harnstoff Sezernierung und Indocyaningrün Aufnahme. In der Scid/PiZ Leber konnten Nester von HLCs detektiert werden. Schlussfolgerung Humane Nierenepithelzellen können effizient über iPSCs zu HLCs differenziert werden. Urin ist eine leicht verfügbare Quelle zur Generierung von funktionellen humanen HLCs. HLCs zeigen ein großes Potential zur Anwendung in der Zelltherapie.